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Wechseljahresbeschwerden: Muskelschmerzen
Muskelschmerzen sind sehr verbreitete Wechseljahresbeschwerden. Im Gegensatz zu Klassikern wie Hitzewallungen ist jedoch nicht sehr bekannt, dass Muskelschmerzen zu den Wechseljahrsbeschwerden gehören können. Viele Frauen sind daher von schmerzenden Muskeln irritiert und können sich das plötzliche Auftreten der Muskelschmerzen nicht erklären. Manchmal sind Muskelschmerzen sogar die einzigen Wechseljahrsbeschwerden, die Frauen in den Wechseljahren haben.
Besonders verbreitet ist eine gewisse Morgensteifigkeit, das heißt, Sie wachen morgens auf und fühlen sich wie zerschlagen. Erst eine Weile nach dem Aufstehen bessern sich die Beschwerden wieder. Andere leiden den ganzen Tag unter Muskelschmerzen oder nur zu bestimmten Gelegenheiten. Durch die Muskelschmerzen wird die Bewegung erschwert, ähnlich wie bei den Gelenkschmerzen, die in den Wechseljahren häufig auftreten. Durch die Wechseljahresbeschwerden mit der einhergehenden Bewegungseinschränkung fühlt man sich schlagartig um Jahrzehnte älter.
Wechseljahrsbeschwerden: Ursachen für Muskelschmerzen
Obwohl Muskelschmerzen typische Wechseljahresbeschwerden sind, sollten Sie andere Ursachen ausschliessen lassen, wenn die Schmerzen stark sind und anhalten. Andere Ursachen ausser den Wechseljahren können beispielsweise Rheumatismus oder Fibromyalgie sein. Auch manche Nervenerkrankungen können Muskelschmerzen auslösen.
Wechseljahrsbeschwerden: Muskelschmerzen vorbeugen und Abhilfe schaffen
Wechseljahrsbeschwerden - Bewegung gegen Muskelschmerzen
Wenn geklärt ist, dass die Wechseljahre mit ihrer Hormonumstellung die Ursache für die Muskelschmerzen sind, können Sie Abhilfe schaffen. Auch wenn es paradox klingt, so ist Bewegung die beste Behandlung für wechseljahrsbedingte Muskelschmerzen. Durch regelmässige Bewegung werden die Muskeln wieder geschmeidiger und stärker. Wichtig ist jedoch, wie man sich bewegt.
Wechseljahrsbeschwerden - Sanfte Bewegung ist besser als Überforderung
Auf keinen Fall sollten Sie ihren Körper mit der Bewegung überfordern. Dann kommt zu den Wechseljahrsbeschwerden noch ein Muskelkater hinzu. Ausserdem leidet die Freude unter Überforderung. Die Bewegung sollte sanft zum Körper sein. Wenn Sie lange keinen Sport getrieben hat, sollten Sie die Bewegung nur ganz allmählich steigern. Schon ein kurzer Spaziergang reicht zu Beginn völlig aus.
Wechseljahrsbeschwerden - Ausdauer-Training
Bei Muskelschmerzen als Wechseljahrsbeschwerden sollten Sie Ihre Ausdauer zur Stärkung der Muskeln und des Kreislaufsystems trainieren.
Dazu eignen sich am besten Ausdauer-Sportarten wie:
- Nordic-Walking
- Radfahren
- Schwimmen
- Ski-Langlauf
- Wandern
Bei regelmässiger Ausübung wird nicht nur der Körper gestärkt, sondern der Sport macht auch glücklich. Bei Ausdauer-Leistungen schüttet der Körper nämlich Endorphine (Hormone, die Glücksgefühle auslösen) aus. Beim Wandern, Radfahren und Ski-Langlauf kommt die Freude an der schönen Natur noch hinzu.
Wechseljahrsbeschwerden - Gymnastik oder Yoga
Für die Elastizität der Muskeln und Bänder sollten Sie ausserdem regelmässig sanfte Gymnastik machen. Die Art der Gymnastik ist hierbei relativ unerheblich, wichtig ist jedoch, dass sie sanft ist und den Körper nicht überfordert. Geeignete Bewegungsformen sind beispielsweise:
- Medizinball-Übungen
- Normale Gymnastik
- Thai-Chi
- Thera-Band
- Yoga
Wechseljahrsbeschwerden - Bewegung hat zahlreiche positive Wirkungen
Regelmässige Bewegung ist nicht nur gut gegen Muskelschmerzen, sondern sie kann verschiedene Wechseljahrsbeschwerden günstig beeinflussen. Das Gewicht verringert sich, Hitzewallungen lassen nach, Sie schlafen besser, der Kreislauf stabilisiert sich, und Sie fühlen sich deutlich jünger. Im günstigsten Fall können die Wechseljahrsbeschwerden durch regelmässige Bewegung vollständig verschwinden.
Wechseljahrsbeschwerden - Mit Naturheilkunde gegen Muskelschmerzen
Heilpflanzen
Prinzipiell eignen sich alle Kräuter mit Phytohormonen zur Behandlung von wechseljahrsbedingten Muskelschmerzen. Speziell Phytohormon-Pflanzen mit Isoflavonen scheinen besonders gut gegen Muskelschmerzen zu helfen. Vor allem eignen sich:
- Rotklee
- Soja
- Traubensilberkerze
Aromatherapie
Viele ätherische Öle fördern die Durchblutung und lindern Schmerzen. Dadurch eignen sie sich gut zur äusserlichen Behandlung von Muskelschmerzen.
Franzbranntwein
Ein Klassiker für Muskelschmerzen ist Franzbranntwein. Mit Franzbranntwein reibt man die schmerzenden Muskeln ein. Dabei sollte man jedoch berücksichtigen, dass Franzbranntwein die Haut austrocknet. Daher empfiehlt es sich, die Haut vorher oder nachher einzucremen.
Massageöl
Massageöle mit ätherischen Ölen sind auch sehr gut geeignet, um die Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Die Einreibung der Öle können Sie mit einer entkrampfenden Massage verbinden, was die Wirkung erheblich steigert. Folgende ätherische Öle eignen sich zur Behandlung von Muskelschmerzen:
- Cajeput
- Eukalyptus
- Fichte
- Kampfer
- Kiefer
- Lavendel
- Minze
- Rosmarin
- Teebaum
- Wacholder
- Zypresse
Schüssler-Salze:
- Nr. 17. Manganum sulfuricum
Die normale Anwendung der Schüssler-Salze ist: 3 bis 6 mal täglich 1 bis 2 Tabletten.
Bei mehreren Mitteln nimmt man: 3 bis 6 mal täglich 1 Tablette je Mittel. In akuten Fällen kann man alle 5 Minuten eine Tablette nehmen und allmächlich auf 1 Tablette je Stunde verlängern. Diese häufige Einnahme sollte man maximal einen Tag lang durchführen und anschliessend zur normalen Dosis übergehen. Bei hochdosierter Einnahme kann man jede Minute eine Tablette einnehmen oder insgesamt bis zu 100 Stück am Tag.
Homöopathie:
- Bellis perennis
- Eupatorium perfoliatum
Bei selbst ausgewählten homöopathischen Mitteln eignen sich die Potenzen D6 und D12.
Davon nimmt man dreimal täglich 10 bis 20 Tropfen ein.
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